
Aus der öffentlichen Gemeinderatsssitzung vom 19.02.2013
Tagesordnungspunkt: Ausbau der Kleinkindbetreuung
Auszug der Presseveröffentlichung vom 01.03.2013
- Einrichtung weiterer Krippengruppen -
Bürgermeister Helmut Baust weißt darauf hin, dass nach Abschluss der ersten Runde des Anmeldeverfahrens für alle Kinder, die zwischen dem 01.07. und 31.12.2012 geboren worden seien zuzüglich der bisher auf der Warteliste geführten Kinder, derzeit eine Nachfrage nach 44 Krippenplätzen bestehe. In den in den Bestandskindergärten vorhandenen 6 Krippengruppen und in den Gruppen mit Altersmischung könnten bis Ende dieses Jahres – so Baust weiter – lediglich 18 Kleinkinder aufgenommen werden, so dass bis dato 26 Krippenplätze fehlten bzw. noch zu schaffen seien. Allerdings – schränkte Sylvia Fassott-Schneider, die Leiterin des Sachgebietes „Kindergarten, Schulen, Jugend, Senioren“, ein, seien die genannten Anmeldezahlen überholt, da einige Eltern, die ursprünglich ein konkretes Interesse bekundet hätten, mittlerweile nicht mehr interessiert seien. Es sei unmöglich, verlässlich zu planen, da sich die Anmeldezahlen für Krippenplätze Woche für Woche veränderten. Nichtdestotrotz sei klar, dass man bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2013/2014 Krippenplätze schaffen müsse. Im Juli erfolge die zweite Runde des Anmeldeverfahrens, bei dem die Kinder Berücksichtigung fänden, die im ersten Halbjahr 2013 geboren würden, so dass für das Jahr 2014 nochmals mit einer Steigerung des Betreuungsbedarfs zu rechnen sei.
„In die ersten Überlegungen zur Errichtung weiterer Krippengruppen wurden zunächst verschiedene Grundstücke einbezogen, die jedoch nach und nach aufgrund unterschiedlichster Gründe außen vor bleiben mussten. Nach detaillierter Prüfung blieb letztlich das Grundstück Flst. Nr. 7280 im Gebiet „Auf den Ketscher Weg“ als einzige Variante übrig“, erläuterte der Bürgermeister die Standortwahl.
Die demografische Entwicklung – so Baust weiter – werde auch in der Gemeinde Oftersheim mittelfristig zu einem Rückgang der Kinderzahlen führen, so dass dauerhaft voraussichtlich nicht alle Kindergartenplätze im bisherigen Umfang benötigt würden. Somit bestehe die Möglichkeit, durch Umwandlung von Kindergartenplätzen wieder neue Krippenplätze zu schaffen, sollte der Bedarf unverändert hoch bleiben. Allerdings sei auch dies aktuell nicht abzusehen und hänge von vielen Faktoren ab, angefangen von weiteren Zuzügen bis hin zu den Auswirkungen des Betreuungsgeldes. Ferner müsse die Entwicklung der Theodor-Heuss-Schule bei den Überlegungen eine Rolle spielen. Falle der Werkrealschulzug mittelfristig weg, stünden Schulräume leer, die für die Kinderbetreuung genutzt werden könnten.
Dies spreche – so Baust abschließend – für die Einrichtung weiterer Krippengruppen in einer modularen temporären Ausführung, die zum einen sehr schnell aufgebaut wären und spätestens im Herbst zur Verfügung stünden und zum anderen genauso schnell wieder abgebaut seien, wenn der Bedarf nicht mehr gegeben sei. Allerdings wies er auf den Erziehermangel auf dem Arbeitsmarkt hin und bat deshalb das Gremium um Vollmacht, alsbald an die erforderliche Personaleinstellung gehen zu können.
Nach eingehender, auch kontroverser Aussprache folgte das Ratsgremium letztlich mit weit überwiegender Mehrheit bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung dem Vorschlag des Bürgermeisters, die benötigten Krippengruppen als Containerlösung auf dem Flst. Nr. 7280 im Gebiet „Auf den Ketscher Weg“ zu realisieren. Die Container sollen auf Mietbasis (Mietdauer: 3 Jahre) alternativ für 2 und 3 Krippengruppen mit den erforderlichen Zusatzräumen öffentlich ausgeschrieben werden. Ferner erhielt die Verwaltung Vollmacht, die erforderliche Personaleinstellung in die Wege zu leiten.



