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Auf dieser Seite: Allgemeines zu Kultur und Bildung | Schulferien 2016/17 Bezirk Schwetzingen | Aus der Vergangenheit
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Die Gemeinde Oftersheim bietet vielfältige Bildungsmöglichkeiten und Kulturangebote.


Darüber hinaus werden aber auch von den Gemeindeorganisationen und Vereinen bzw. ihren Einrichtungen interessante Veranstaltungen und Angebote unterbreitet.

Schulferien 2016/17 Bezirk Schwetzingen

Winterferien:  27.02. - 03.03.2017
Osterferien:  10.04. - 21.04.2017
Pfingstferien:  05.06. - 16.06.2017
Sommerferien:  27.07. - 08.09.2017
Herbstferien:  30.10. - 03.11.2017  
Weihnachtsferien:  22.12.2017 - 06.01.2018 

Hinweis: Bei den genannten Ferienterminen sind der erste bzw. letzte unterrichtsfreie Tag angegeben. Bei den „Winterferien“ (Fastnachtswoche) sind weitere 5 bewegliche Ferientage, die den Schulen zur Verfügung stehen, verplant.
Diese Festlegung orientiert sich an der Regelung der Schwetzinger Schulen (Realschule, Gymnasium).

Alle Ferientermine und unterrichtsfreien Zeiten gelten unter dem Vorbehalt, dass keine Änderung durch das „Ministerium für Kultus und Sport“ erfolgt. Seit dem Schuljahr 1992/1993 ist an der Friedrich-Ebert-Grundschule durch Beschluss der Schulkonferenz der schulfreie Samstag eingeführt.

Aus der Vergangenheit

Die Kurpfalz war mit der im Jahre 1576 eingeführten Schulpflicht Vorreiterin in Sachen Bildung. Kinder mussten sechs Jahre lang von Martini bis Ostern zur Schule gehen.

Erste Nachweise eines Schulwesens in Oftersheim gibt es aus der Zeit um 1700. Damals betrieben die Kirchengemeinden der verschiedenen Konfessionen noch eigene Schulen. So befand sich im Ort eine Schule der in der Bevölkerung mehrheitlich vertretenen Reformierten, und auch die zahlenmäßig unterlegenen Katholiken verfügten über ein eigenes Schulwesen. Eine Schule der lutherischen Minderheit gab es nicht. Lutheraner mussten daher ihre Kinder entweder in die katholische oder reformierte Schule schicken. Ein durchgängiger Schulunterricht fand in der Regel ausschließlich in den Winter- und ersten Frühjahrsmonaten, d.h. von Martini (11. November) bis Georgi (23. April) statt, da die Kinder vornehmlich in den Sommer- und frühen Herbstmonaten in der Landwirtschaft als Arbeitskräfte gebraucht wurden. Zur Anzahl der Kinder an den Schulen geben die kurpfälzischen Generaltabellen Aufschluss, aus denen hervorgeht, dass im Jahre 1784 31,6% der Jungen und 30,6% der Mädchen eine Schule besuchten. Kurfürstliche Anordnungen zum Schulbesuch gab es bereits seit der Reformationszeit und verstärkt im 18. Jahrhundert. Aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Umstände gehörte ein regelmäßiger Schulbesuch jedoch nicht zum Alltag.

Die Kirchengemeinden waren für Bau und Unterhaltung der Schulräume zuständig, da die Schulbildung im Aufgabenbereich der Kirchen lag. Die reformierte Schule war von 1710 bis 1768 in einem eigenen Schulhaus in der heutigen Heidelberger Straße untergebracht und seit 1768 in einem Schulgebäude neben dem Rathausplatz, bestehend aus einem Schulraum und einer Wohnung für den Lehrer und seine Familie. Bescheidener gestalteten sich die räumlichen Verhältnisse für den katholischen Schulunterricht, der im Dachgeschoss des Oftersheimer Rathauses abgehalten wurde. Obwohl die katholische Gemeinde seit 1723 über einen Bauplatz verfügte, war sie zu arm, um dort ein Schulhaus zu errichten. Erst im Jahre 1806 gelang es ihr, ein eigenes Schulhaus zu erbauen.

Die ev. Gemeinde errichtete 1836 auf dem Platz des bisherigen Schulhauses eines neuen Gebäudes (neben dem heutigen Rathaus). Dieses Haus wurde 1965 im Zusammenhang mit dem Rathausneubau abgerissen.

Auch für die Besoldung der Lehrer mussten die Gemeinden selbst sorgen. Die Oftersheimer Lehrer erhielten einen jährlichen Festbetrag an Geld und Naturalien, wie z.B. Getreide und andere Früchte. Das Auskommen für den Lebensunterhalt war jedoch recht spärlich.

Verbindliche Qualifikationsanforderungen gab es nicht. Im Einklang mit dem Schulunterricht, der sich auf die Vermittlung der elementaren Lese- und Schreibkenntnisse sowie im Kern auf die religiöse Unterweisung beschränkte, musste ein Oftersheimer Lehrer im 18. Jahrhundert nicht nur lesen, schreiben und musizieren können, sondern auch ein gottesfürchtiger und gehorsamer Christ sein.

Im 19. Jahrhundert fiel das Oftersheimer Schulwesen in den Zuständigkeitsbereich der politischen Gemeinde. Die Schulpflicht wurde in dieser Zeit allmählich entschiedener durchgesetzt. Obwohl noch, jeweils getrennt nach Konfessionen, eine katholische sowie eine reformierte Schule bestanden, war fortan die Gemeinde für die Finanzierung der Schulen zuständig. So geht aus der Gemeinderechnung von 1848 hervor, dass die Schulen aus der Gemeindekasse eine Geldzuwendung für Tinte, Schwämme, Kreide und andere Hilfsmittel sowie Holz zur Beheizung der Schulräume erhielten. Ergänzend wurden die Schulen von Schulgeldeinkünften getragen. Jährlich musste jeder Schüler den moderaten Betrag von 5 Kreuzern entrichten, der von zwei Polizeidienern bei den Eltern eingetrieben wurde. Eine endgültige Auflösung der Konfessionsschulen erfolgte im Jahre 1876. In einer zusammengelegten überkonfessionellen Schule wurden im Schuljahr 1876/1877 insgesamt 308 Schüler, davon 222 evangelische Schüler und 86 katholische Schüler, von drei Hauptlehrern unterrichtet. Bei kontinuierlich wachsender Schülerzahl (bereits im Schuljahr 1884/1885 waren es über 430 Schüler) mussten weitere Lehrkräfte eingestellt werden. Zudem war es nötig, ein größeres Schulgebäude zu errichten. Hierzu kam es im Jahre 1888 mit dem Bau des sogenannten Mittleren Schulhauses – dem heutigen Altbau der Friedrich-Ebert-Schule –, das mit drei Unterrichtsräumen und einer Lehrerwohnung ausgestattet war. Um 1911 wurde außerdem ein dreigeschossiges Schulhaus mit sechs Unterrichtsräumen gebaut, dem heutigen Hauptgebäude der Friedrich-Ebert-Schule.