Im Jahr 2016 feierte Oftersheim sein 1250jähriges Ortsjubiläum. Dieses Festjahr bezieht sich auf die erste schriftliche Erwähnung in einer mittelalterlichen Urkunde im Lorscher Codex. Die Ansiedlung ist aber um einiges älter. Menschen hatten in dieser Gegend gelebt, lange bevor es einen Ort namens Oftersheim überhaupt gab. Der homo heidelbergensis (eine Vor- oder Frühform des Neanderthalers) zog hier einst in kleineren Gruppen jagend und sammelnd durch das Land.

Ab etwa 5500 vor Christus wurden die Menschen in Südwestdeutschland sesshaft. Ob sie auch in der Gemarkung Oftersheim siedelten, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Die frühesten Funde stammen aus der Spätbronze- und Urnenfelderzeit (ca. 1300-800 v.Chr.). Ab etwa der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts v.Chr. legten die Römer im Oberrheingebiet Grenzanlagen und Verkehrswege an. In der Folge entstand dann auf Oftersheimer Gebiet eine "villa rustica", ein römisches Landhaus.

In die Zeit der fränkischen Landnahme (5. bis 7. Jahrhundert n.Chr.) fällt die eigentliche Entstehung des Dorfes Oftersheim. Den Ortsnamen soll ein fränkischer Gemeinfreier namens Ofteri hinterlassen haben, der sich hier mit seiner Sippschaft niedergelassen haben soll.