Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner

Rubrik:

Das Umweltamt informiert

Herausgeber:

Gemeinde Oftersheim - Umweltamt

Ab heute werden auf den öffentlichen Flächen im Gemeindegebiet die vorbeugenden Maßnahmen gegen den Befall der Eichenprozessionsspinner fortgesetzt. Da die Nematoden empfindlich auf UV-Licht reagieren, verteilt die beauftragte Firma das Präparat in den Abendstunden zwischen 17 und 24 Uhr. Die Firma versucht die Arbeiten so zu organisieren, dass für die Anwohner die Lärmbelästigungen möglichst gering gehalten werden. Sofern es dennoch zu kurzfristigen Beeinträchtigungen kommt, bittet die Gemeinde Oftersheim hierfür um Verständnis.

Bei den Spritzmaßnahmen handelt es sich um Vorsorgemaßnahmen im Rahmen des Gesundheitsschutzes. Aufgrund des langanhaltenden guten Wetters der vergangenen Wochen ist mittlerweile der ideale Zeitpunkt gekommen, um mit vergleichsweise geringem Aufwand einem Massenbefall mit Eichen-prozessionsspinnern und den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen für Menschen zuvorzukommen.

Wie im letzten Jahr wird ein biologisches Nützlings-Präparat angewendet, das Nematoden (Fadenwürmer) enthält und selektiv die Eichenprozessionsspinnerlarven bekämpft. Das Mittel ist für die Menschen absolut ungefährlich. 

Folgende Bereiche werden mit dem Nützlingspräparat bekämpft:

  • Friedhof
  • Randbereiche des TSV-Sportplatzes
  • Parkplatz und evtl. Tennisanlage der SG
  • Waldspielplatz Hockenheimer Straße
  • Teilflächen des Gartenbauvereins

Privatpersonen sollten notwendige Bekämpfungsmaßnahmen auf eigenen Grundstücken unbedingt durch Fachleute durchführen lassen und nicht zur Selbsthilfe greifen.

Einige Hinweise zur Biologie der Raupen:

Die Raupen haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, lang behaarten Warzen. Sie leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Exemplaren auf Nahrungssuche, daher der Name Prozessionsspinner. Die „Prozessionen“ kann man allerdings nur in der Nacht beobachten. Ihre Sammelplätze sind locker zusammengesponnene Blätter oder Zweige. Die typischen mit Kot gefüllten, kugeligen (bis zu Fußballgröße) bis länglichen (bis zu 1 m) Gespinstnester an Baumstämmen, in Astabgabelungen oder an der Unterseite starker Äste werden erst vom 5. Larvenstadium an von älteren Raupen gebildet.

(Foto: Dr. Gabriela Lobinger)