Die Römer sind da

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Aktuell

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Gemeinde Oftersheim - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ort:

Gemeindemuseum

Vorschaubilder: klein - mittel - groß - sehr groß

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Das Gemeindemuseum ist um eine Attraktion reicher - ein eigenes Römermuseum. Bei der Eröffnung am Wochenende kamen viele Besucherinnen und Besucher in die Mannheimer Straße 59, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, darunter auch Ehrenbürger und Gemeinderäte.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Bürgermeister Jens Geiß und dem Vorsitzenden des Heimat-und Kulturkreises (HuKO), Dieter Burkard. Ein Hauch von römischer Kultur wehte auch durch das Museumsareal, denn der HuKO hatte einen Musiker eingeladen, der sich nicht nur römisch gekleidet hatte, sondern auch auf Instrumenten spielte wie einst die Römer. Hagen Pätzold verstand sein Handwerk, er blies z.B. das Cornu, eine Art Horn, sehr professionell.

Möglich gemacht wurde dieses Römermuseum aber durch die Archäologin Dr. Mathilde Grünewald, die sich die Eröffnung auch nicht entgehen ließ. War sie es doch, die vor etwa zwei Jahren in den reiß-engelhorn-museen (rem) in Mannheim buchstäblich über zahlreiche Kisten im Archiv gestolpert war. Der Inhalt: Fundstücke von den Ausgrabungen auf Oftersheimer Gemarkung in den 60er Jahren. Auf den ersten Blick waren die Fundstücke offenbar nicht spektakulär genug, und so verschwanden sie wohl im Archiv: Kachelreste mit Wandmalereien und Reste einer Heizung, Hypokaustum genannt, Schmuckstücke und Nägel. Dr. Mathilde Grünewald packte der Spürsinn, und sie setzte ein Puzzle zusammen. Die Römer, die hier einst auf einem Gutshof, einer Villa rustica, gelebt haben sollen, müssen wohlhabend gewesen sein, das zeigte sich an den Resten, die von ihrer Behausung zu finden waren. Warum sie gingen, weiß man nicht, aber dass sie ihren Gutshof systematisch abbauen ließen, dafür sprechen die Funde.

Mit Hilfe von Helmut Spieß und Mitstreitern des Heimat- und Kulturkreises wurde ein römisches Speisesofa nachgebaut. Kissen und Decken wurden genäht, Schaukästen und eine neue Beleuchtung installiert. Eine Hypokaustum kam als Leihgabe von den rem ebenso wie eine Venusstatuette, die auch einen Hausaltar in Oftersheim geziert haben muss. Bei den Ausgrabungen war nur noch ein Bruchstück gefunden worden. Guido Hillengaß vom Kulturamt sorgte dafür, dass die Wände des Museums nun Tapeten schmücken, die den Rekonstruktionen der Wände nachempfunden sind. Dr. Grünewald legt Wert darauf: "Das ist ein Römermuseum, klein aber fein."

Das Gemeindemuseum ist jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat geöffnet von 10.00 bis 12.30 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 597173 oder 54502 bzw. huko-ofterheim@web.de.