Der 34. „Tag des Waldes“ in Oftersheim

Rubrik:

Veranstaltungen

Herausgeber:

Gemeinde Oftersheim - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

„Wald und Weide“, das ist in diesem Jahr das Thema des „Tag des Waldes“ in Oftersheim, am Sonntag, 8. September 2019, an der Grillhütte in Oftersheim. Seit 1978 wird er regelmäßig veranstaltet, anfangs noch jährlich, mittlerweile alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Ortsmittefest.

Bei einem Pressetermin im Rathaus stellte Bürgermeister Jens Geiß den diesjährigen „Tag des Waldes“ vor. Er werde veranstaltet von der Gemeinde gemeinsam mit dem Vereinskartell und dem Kreisforstamt.
Bürgermeister im Ruhestand Siegwald Kehder habe 1978 Weitblick bewiesen, als er diese Veranstaltung ins Leben rief, sagte Geiß. Schließlich sei mehr als die Hälfte des Gemeindegebietes bewaldet. Es sollte aber nicht nur ein einfaches Fest mit Essen und Trinken sein, sondern eine Veranstaltung mit Inhalten. Aktuell habe sich das Thema Waldweide angeboten. Seit 2017 werden die Oftersheimer Dünen im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe und im Rahmen des Projekts Pflege- und Entwicklungsplan Oftersheimer Dünen (PEPL) regelmäßig von Ziegen, Eseln und Schafen beweidet. Das Ziel dahinter: mehr Raum schaffen für die sandtypische Fauna und Flora. Dadurch sei gleichzeitig auch das Naherholungsgebiet noch attraktiver geworden, so Geiß.

Der Rathauschef freute sich über das gelungene Programm mit ökumenischem Gottesdienst, geführten Exkursionen, musikalischer Unterhaltung mit den Musikfreunden und dem Musikverein sowie Tänzen der Böhmerwaldgruppe und den Grußworten vom Ersten Landesbeamten Joachim Bauer sowie dem Landesforstpräsidenten Max Reger. Außerdem habe man erneut eine Waldkönigin zu Gast, Johanna Eich, die siebte Waldkönigin von Baden-Württemberg. Die Jagdhornbläser werden erstmals von den Alphornbläsern „Die Badischen“ abgelöst. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass just an diesem Tag auch ein Treffen der Jagdhornbläser stattfinde.

Forstdirektor Sebastian Eick führte  aus, dass Waldweide ein naturschutzfachliches Instrument und ein spannendes Thema sei. Denn eigentlich sei Waldweide nach dem Waldgesetz verboten. Was früher gang und gäbe war, um Mensch und Tier zu ernähren, sei heute nur auf ausgewählten Flächen möglich. Um das näher zu erläutern, sei beim „Tag des Waldes“ Dr. Mattias Rupp von der Forstwirtschaftlichen Versuchsanstalt in Freiburg zu Gast. Gemeinsam mit Revierförster Achim Freund wird er die Exkursionen leiten.

Der Revierförster ergänzte, dass der Gemeindewald mit 80 ha relativ übersichtlich sei, aber naturschutzfachlich viele Aufgaben beinhalte, auch bedingt durch die Dünenzüge. Das Ziel sei, dass 16,6 ha davon in Zukunft als Waldweide genutzt werden sollen. Es gebe eine intensive Zusammenarbeit zwischen Forst und Naturschutz, um die Ziele beider Seiten in Einklang zu bringen. Überhaupt zögen die Akteure Gemeinde, Kreisforstamt und Naturschutz vorbildlich an einem Strang.

Silvia Höfs als Vorsitzende des Vereinskartells freute sich, dass acht Oftersheimer Vereine (C.-C. Grün-Weiß, Sängerbund Liederkranz, Gartenbauverein, Mittelalterverein, TCO, Germania, Verein der Vogelfreunde, Lebendiges Oftersheim)  dafür sorgen, dass es genug zu essen und zu trinken gibt. Der Förderkreis Wildgehege organisiere einen Maltisch für den Nachwuchs, außerdem gibt es ein spannendes Kinderprogramm. Und die Pfadfinder helfen am Spülmobil.

Zum Schluss wies Bürgermeister Geiß noch darauf hin, dass der „Tag des Waldes“ wie immer autofrei sei, und das DRK einen Fahrdienst ab dem Hardtwaldring organisiere.