Baumeinschlag an den Oftersheimer Wildgehegen

Rubrik:

Naherholung Schwetzinger Hardt

Herausgeber:

Gemeinde Oftersheim - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Der Hardtwald leidet unter den trockenen Sommern. Kiefern und Buchen sind teilweise so geschädigt, dass sie geschlagen werden müssen.

Zwischen den Oftersheimer Wildgehegen wurden in dieser Woche im Bereich des Staatswalds zehn geschädigte Buchen gefällt, weil sie nicht mehr verkehrssicher waren. Hier ist das Waldstück jetzt relativ licht. Wie Revierförster Achim Freund ankündigte, werde aber an Wiederanpflanzung im nächsten Jahr gedacht. Weitere Bäume müssen in den nächsten Wochen noch auf dem Gelände des Rot- und Schwarzwildgeheges gefällt werden.
Auf lange Sicht, so schätzen Forstfachleute, wird ein Waldumbau nötig sein, um für weitere trocken-heiße Sommer gerüstet zu sein. Auf einer Aufforstungsfläche von zwei Hektar im Käfertaler Wald wurden kürzlich klimaresiliente (angepasste) Bäume angepflanzt.
Neue Baumarten können der Türkische Baumhasel oder die Libanon-Zeder sein, die beide als klimatolerant gelten, da sie in mediterranen Ländern wachsen. Aber auch bei den einheimischen Arten gibt es klimatolerante, so Revierförster Freund. Dazu zählen die Eiche, der Feldahorn, die Hainbuche, die Elsbeere und der Speierling. Die bisher im Hardtwald häufigste Baumart, die Waldkiefer, könne zwar gut mit Trockenheit umgehen, vertrage aber die große Hitze nicht. Konnte man früher davon ausgehen, dass eine Kiefer 130-180 Jahre alt werde, könne man heute nur noch mit 60 bis 70 Jahren rechnen.
Unter den jetzt herrschenden Klimabedingungen werden die Aufwendungen zur Walderhaltung in Umfang und Intensität deutlich zunehmen. Auch die Bewässerung der Kulturen ist dabei zukünftig zu berücksichtigen. Die Waldbesitzer und Förster stehen vor einer großen Aufgabe, so der Revierförster.

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