Abfallmengen im Rhein-Neckar-Kreis gestiegen (10.8.22)

Rubrik:

AVR informiert

Herausgeber:

Gemeinde Oftersheim - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Durch Homeoffice, regelmäßige Desinfektionsmaßnahmen und Coronatests ist in Baden-Württemberg weiterhin viel Abfall angefallen. Im Rhein-Neckar-Kreis sind die Abfallmengen 2021 auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gestiegen.

 

Die häuslichen Abfälle haben im Rhein-Neckar-Kreis um 5 kg pro Kopf zugenommen. Dies liegt über dem landesweiten Durchschnitt. „Gründe dafür sind einerseits die Auswirkungen der Corona-Pandemie und andererseits die erfreuliche Mengenentwicklung bei den Bioabfällen“, betont Katja Deschner, Vorständin der AVR Kommunal AöR. „Wegen der Pandemie haben die Menschen auch im Jahr 2021 häufig zu Hause gearbeitet. Dies schlägt sich auch im häuslichen Abfallaufkommen nieder.“

 

73.464 Tonnen Haus- und Sperrmüll, der nicht wiederverwertet werden kann, wurden 2021 im Rhein-Neckar-Kreis entsorgt. Das sind 134 kg pro Kopf, 3 kg mehr als im Vorjahr, allerdings immer noch deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt von 144 kg pro Kopf. „Das ist sehr erfreulich“, kommentiert Katja Deschner, Vorständin der AVR Kommunal AöR. „Die Gewinnung von Rohstoffen ist für uns als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger nach wie vor eines der wichtigsten Ziele.“

 

Dazu gehört auch die Getrennt-Sammlung von Bioabfällen. Im Jahr 2021 bestand für die Bürgerinnen und Bürger in 39 von 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg flächendeckend die Möglichkeit zur Nutzung einer separaten Erfassung der häuslichen Bioabfälle. „Die BioEnergieTonne zur separaten Sammlung von Bioabfällen gibt es im Rhein-Neckar-Kreis bereits seit 2012“, betont Katja Deschner.

 

Dass sich die AVR Kommunal bei der Biomüllsammlung weiterhin auf einem sehr guten Weg befindet, spiegelte sich auch im letzten Jahr im landesweiten Vergleich wider. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden im Jahr 2021 durchschnittlich 97 kg Bioabfälle pro Kopf gesammelt, was gemessen am Jahr 2020 (91 kg pro Kopf) einer Steigerung von 6 kg entspricht. Der

 

 

landesweite Durchschnitt liegt bei nur 58 kg pro Kopf. Insgesamt erhöhte sich die Menge an Bioabfällen im Rhein-Neckar-Kreis von 50.101 t auf 53.081 t.

 

„Gerade in der aktuellen Situation mit der angespannten Lage auf dem Energiemarkt lässt sich mit Bioabfällen Biogas herstellen und fossiles Erdgas ersetzen. Mit der getrennten Sammlung über unsere BioEnergieTonne leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende“, weiß Katja Deschner. „Denn aus Blumen, Eierschalen, Salatresten und anderen biologisch abbaubaren und organischen Abfällen werden Bio-Erdgas sowie gütegesicherter, zertifizierter Frischkompost erzeugt.“

 

Die gesammelten Wertstoffmengen sind im letzten Jahr um 4 kg pro Kopf zurück gegangen. Grund dafür ist der anhaltende Rückgang der Fraktion Papier, Pappe und Kartonagen durch weniger Tageszeitungen und Zeitschriften. Die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Neckar-Kreises sammelten mit 184 Kilogramm allerdings immer noch 22 Kilogramm mehr als der Landesdurchschnitt, der bei 162 kg pro Kopf liegt. Über 65.000 Tonnen Wertstoffe wurden vergangenes Jahr über die Grüne Tonne plus erfasst und haben die Sortieranlage in Sinsheim durchlaufen.

 

Dennoch sieht Katja Deschner hier noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Die Anzahl der Fehlwürfe in der Grünen Tonne plus – durchschnittlich ca. 30 Prozent – soll weiter reduziert werden. Die drei häufigsten Störstoffe, die zeit- und kostenintensiv und teilweise sogar von Hand aussortiert werden müssen, sind aktuell Coronamasken, außerdem gebrauchte Windeln, Elektrogeräte und Hygieneprodukte, wie z.B. Feuchttücher, Wattestäbchen und Wattepads.“ Aus diesem Grund haben die AVR Unternehmen im Mai 2021 die Informationskampagne „Trenn‘ doch einfach“ ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung des Rhein-Neckar-Kreises mit gezielten und aufmerksamkeitsstarken Maßnahmen über die richtige Mülltrennung zu informieren und über den korrekten Umgang mit der Grünen Tonne plus aufzuklären.

 

Weitere Infos unter www.gtp-einfach-trennen.de.

 

Insgesamt ist Katja Deschner mit der abfallwirtschaftlichen Entwicklung trotz Pandemie zufrieden: „Die heute schon erzielten Mengen an Wertstoffen, ob über die BioEnergieTonne oder die Grüne Tonne plus, erfüllen uns mit Stolz auf unser modernes und komfortables

 

 

Abfallwirtschaftssystem, das von den Einwohnerinnen und Einwohnern des Kreises hervorragend genutzt wird.“