Tag des Gesundheitsamts am 19. März

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Mehr als Infektionsschutz – was die Behörde so alles für die Region leistet  

Am 19. März 2026 ist wieder Tag des Gesundheitsamts. Für viele Menschen ist das Gesundheitsamt vor allem dann sichtbar, wenn etwas nicht funktioniert: wenn das Wasser abgekocht werden muss zum Beispiel oder eine Infektionswelle über die Region rollt. Dabei sind die täglichen Aufgaben deutlich vielfältiger und laufen im Hintergrund ab, damit es eben gar nicht so weit kommt, dass etwas nicht funktioniert. Solche vielfältigen Aufgaben benötigen natürlich auch Personen mit ganz unterschiedlichen fachlichen Hintergründen.
 
Im Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, arbeiten neben Ärztinnen und Ärzten auch Sozialarbeitende, Hygienefachkräfte, sozialmedizinische Assistentinnen, Verwaltungsfachleute, Gesundheitswissenschaftlerinnen, Biologinnen, Ingenieure und Juristinnen. Viele bringen als Quereinsteiger zusätzliche Erfahrungen aus der Klinik, der lebensmittelverarbeitenden Industrie oder anderen Bereichen mit. Was sie verbindet, ist ein gemeinsames Ziel: die Gesundheit aller Menschen in der Region zu schützen, unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status oder Lebenssituation.
„Die tägliche Arbeit im Gesundheitsamt bleibt oft unsichtbar, weil sie gerade darauf abzielt, Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen“, sagt Amtsleiterin Dr. Anne Kühn. „Doch genau diese präventive Arbeit ist eine zentrale Voraussetzung für die Gesundheit der Bevölkerung.“ Denn die Bevölkerung, um die sich ein Gesundheitsamt kümmert, ist ebenso vielfältig wie die Menschen, die dort arbeiten: Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Familien, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Personen mit unterschiedlicher Herkunft und Menschen mit besonderen sozialen Herausforderungen. Und sie alle haben unterschiedliche Bedürfnisse.
 
Von der Einschulungsuntersuchung bis zur Trinkwasserprobe
Öffentliche Gesundheit bedeutet deshalb auch, Gesundheit gerecht zu denken und auf die unterschiedlichen Hintergründe einzugehen. Aber was macht das Gesundheitsamt eigentlich alles? Die Aufgaben reichen weit über den Infektionsschutz hinaus. Sie umfassen unter anderem Einschulungsuntersuchungen, zahnmedizinische Prophylaxe und die Beratung von Familien zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit. Auch die Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen gehört dazu, ebenso Gesundheitsförderung und Präventionsprogramme für unterschiedliche Themen und Zielgruppen. Darüber hinaus überwacht das Gesundheitsamt die Hygiene in medizinischen, pflegerischen und kommunalen Einrichtungen, bietet anonyme Beratung und Testungen auf sexuell übertragbare Erkrankungen an und kontrolliert die Qualität von Trinkwasser und Badegewässern.
 
Kurz gesagt: Das Gesundheitsamt begleitet Menschen durch viele Lebensphasen – oft jedoch hinter den Kulissen. Dabei arbeitet es eng mit anderen Ämtern, Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Arztpraxen, sozialen Einrichtungen und vielen weiteren Partnern zusammen. Der Tag des Gesundheitsamts soll sichtbar machen, was sonst oft unsichtbar bleibt: die tägliche Arbeit für die Gesundheit der Bevölkerung. „Eine starke öffentliche Gesundheitsstruktur ist kein Luxus“, betont Kühn. „Sie ist eine Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft.“