Energiespartipp: Alte Heiztechnik: Erneuern oder Optimieren?

Bildnachweis: Gülay Keskin

Ein Service Ihrer Gemeinde Oftersheim

Wenn der Schornsteinfeger dem alten Heizkessel noch gute Abgaswerte bescheinigt, bedeutet es nicht, dass die Zeit für eine Modernisierung aus energetischer Sicht fernliegt. Ein sparsames Neugerät kann gegenüber einem ineffizienten Altkessel einiges an Energie sparen. Außerdem müssen, damit die Energie- und Wärmewende gelingt, schnellstmöglich viele Gebäude zukunftsfähig aufgestellt werden. Der entscheidende Faktor dafür ist, dass die Gebäude mit erneuerbaren Energien beheizt werden können. Heizen und Warmwasser mit Erneuerbaren Energien heißt für die meisten Gebäude: Anschluss an ein Wärmenetz oder eine eigene Wärmepumpe nutzen.

Wann also ist es Zeit für eine Heizungsmodernisierung?
Wenn die bestehende Heizungsanlage älter als zehn Jahre ist, sollten Sie jetzt schon über einem künftigen Austausch nachdenken, denn die Lebensdauer beträgt durchschnittlich 15-25 Jahre. Es ist ratsam sich einen Plan zurecht zu legen, welches Heizungssystem in Zukunft das Gebäude versorgen soll. Dabei kommen meist nur zwei Möglichkeiten in Betracht.

Heiztechnik der Zukunft
Falls Fernwärme schon vorhanden ist, kann man sich einfach daran anschließen lassen. Falls noch keine Fernwärme vorhanden ist, fragen sie bei ihrer Kommune einmal nach, ob und wann ggf. eine solches Wärmenetz geplant ist. Viele Kommunen stellen gerade eine Wärmeplanung auf, um die Gebäude zukünftig mit erneuerbarer Fernwärme zu versorgen.
TIPP: Auch Übergangslösungen zur Überbrückung der Zeit bis zur Installation der Fernwärme werden staatlich gefördert.
Eine weitere Alternative zu den Wärmnetzen stellt die Installation einer Wärmepumpe dar. Diese nutzt Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser. Sie hebt diese niedrigen Temperaturen unter Einsatz von Strom auf ein für die Heizung nutzbares Temperaturniveau an. Je höher sie die Temperatur anheben muss, desto mehr Strom braucht sie dafür. Deshalb soll die Vorlauftemperatur der Heizung bei 50°C (max. 55 °C) liegen. Dafür müssen die meisten älteren Gebäude fit gemacht und gezielt auf die Nutzung Erneuerbarer Energien vorbereitet werden. Je nach Zustand bedeutet das, zumindest einzelne Bauteile wie Dach, Fassade, Fenster oder Kellerdecke gut zu dämmen, nach Möglichkeit Flächenheizungen einzusetzen oder ggf. einzelne Heizkörper auszutauschen.

WICHTIG: Bei einer Heizungsmodernisierung sollte unbedingt ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dabei wird die Wärmeverteilung so optimiert, dass alle Heizkörper nur die wirklich notwendige Wärmemenge bekommen. Wer heute schon etwas tun will, kann an der bestehenden Heizung Optimierungen vornehmen. Dies betrifft die nutzeroptimierte Regelung, die Dämmung von zugänglichen Leitungen oder auch den Austausch von Heizungspumpen.
Fördermittel bis zu 70% der Investitionskosten gibt es nicht nur für den Austausch, sondern auch 15-20% für die Optimierung bestehender Heizungsanlagen.

Weitere Informationen über Energienutzung, Wärmeschutz oder Fördermöglichkeiten gibt es bei Ihrer KLiBA-Energieberaterin, Stefanie Damblon – natürlich kostenfrei und unverbindlich.
Interessierte können online unter www.kliba-heidelberg.de/terminbuchung.php oder unter der Telefonnummer 06221 99875-0 (KLiBA) einen Termin vereinbaren für die nächste Beratung im Bauamt Oftersheim, Eichendorffstr. 2, alle zwei Wochen donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr.
Nutzen Sie die kostenfreie Serviceleistung Ihrer Kommune!
Bildnachweis: Gülay Keskin