10 Jahre öffentliches Bücherregal

Vor dem Bücherregal: vl Wilmes, Biegler, Kohler, Buchhold, Bgm Seidel

Die Gemeindeverwaltung informiert

Im Juni 2016 war es soweit - unter dem Rundbogen des Bauamtes in der Eichendorffstraße 2 wurde das öffentlich zugängliche Bücherregal eingeweiht. Jetzt wird es 10 Jahre alt und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Das Konzept war und ist ganz einfach: Jeder kann bereits gelesene oder nicht mehr benötigte Bücher in das Regal einstellen, aber auch Bücher unentgeltlich mitnehmen. Das Regal ist für jeden zugänglich und kann rund um die Uhr genutzt werden.Seit einigen Jahren kümmert sich ein Team aus vier Frauen um das öffentliche Bücherregal: Brigitte Biegler, Iris Buchhold, Ursula Wilmes und Roswitha Kohler. Allesamt haben sie eine Leidenschaft für das gedruckte Wort und lieben Bücher. Sie haben sich die Tage untereinander aufgeteilt, immer kommt eine von ihnen am Regal vorbei und schaut nach dem Rechten. Dazu gehört auch, Unordnung zu beseitigen. Bürgermeister Pascal Seidel dankte den vier Frauen kürzlich für ihren ehrenamtlichen und vor allem zuverlässigen Einsatz, das sei in diesen Zeiten nicht selbstverständlich.Die vier Damen sind sich einig: Es mache einfach viel Spaß, manchmal finde man auch Schätze unter den abgelegten Büchern, und oft gebe es auch gute Gespräche mit Menschen, die man vor dem Regal antreffe. Sie hätten schon mehrmals gehört, in Oftersheim sei das schönste Bücherregal in der Region.
Alle vier sind  dankbar für die gespendeten Bücher, denn das zeige, dass das Regal angenommen werde. Gefunden haben sich die vier übrigens mehr oder weniger zufällig. Nachdem die Gemeindeverwaltung 2020 nach neuen ehrenamtlichen Betreuer*innen gesucht hatte, haben sie sich gemeldet. Daraus ist in den sechs Jahren eine richtige Freundschaft entstanden. Bücher verbinden eben.

Der Gemeinderat 2016 vor dem Bücherregal

Die Ursprungsidee hatte die Freie Wähler Vereinigung, die erfolgreich einen Antrag dazu im Gemeinderat eingebracht hatte. Federführend kümmerte sich zunächst Karlheinz Urschel (FWV) darum. Denn hin und wieder musste jemand auch für Ordnung sorgen. Kaum vier Wochen nach Inbetriebnahme war klar: Tauschregeln mussten festgelegt werden, und die gelten auch heute noch.