Gemeinsam gegen die asiatische Tigermücke vorgehen

Tote Tigermücke auf einer Hand. Bild privat

Der Bauhof informiert

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) breitet sich durch den Klimawandel zunehmend in Deutschland aus. Aufgrund der klimatisch begünstigten Regionen in Baden-Württemberg, ist mittlerweile auch eine Überwinterung der trockenresistenten Eier möglich.
Das Insekt ist klein, schwarz-weiß gestreift und tagsüber aktiv. Neben schmerzhaften Stichen kann sie gefährliche Krankheitserreger wie das Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Virus übertragen. Da die Mücke nur einen kleinen Flugradius hat, schlüpft sie meist direkt in der Nachbarschaft. Die Bevölkerung spielt daher eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung.
Brutstätten konsequent beseitigen: Tigermücken sind Containerbrüter. Für ihre Eiablage reichen bereits kleinste Mengen stehendes Wasser. Schon ein Wasserrest in einem Übertopf im Garten reicht aus.
Wasserbehälter abdecken: Regentonnen mit feinmaschigen Netzen (Maschenweite unter 2 mm) oder Deckeln lückenlos verschließen.
Planschbecken und Pools (ohne Wasserbehandlung, Filter und Umwälzpumpe) lückenlos verschließen oder nach Gebrauch leeren.
Ansammlungen verhindern: Gießkannen, Eimer, Untersetzer und Spielzeug regelmäßig leeren oder umdrehen, damit sich kein Regenwasser sammelt.
Vogeltränken pflegen: Wasser in Vogelbädern und Trinkschalen mindestens einmal pro Woche komplett austauschen und das Gefäß gründlich auswischen.
Dachrinnen reinigen: Verstopfte Dachrinnen und Gullys befreien, damit Wasser ungehindert abfließen kann.
 
Biologische Bekämpfung nutzen
Sollten sich Brutstätten wie Regentonnen nicht abdecken oder Gullys nicht trockenlegen lassen, helfen biologische Mittel aus dem Baumarkt oder Gartencenter. Der Wirkstoff (Bacillus thuringiensis israelensis) wird in Form von Tabletten angeboten und tötet die Mückenlarven gezielt ab, ist aber für Menschen, Haustiere, Vögel und andere Insekten absolut harmlos.
Bitte helfen Sie mit, mögliche Brutmöglichkeiten einzudämmen. Sie verhindern dadurch nicht nur die weitere Ausbreitung der Tigermücke, sondern ermöglichen sich selbst und Ihren Nachbarn einen möglichst stichfreien Aufenthalt im Freien.