Mundartnachmittag im Seniorencafé - uff Kurpälzisch
Das Seniorenbüro informiert
„So wäd bei uns gebabbld“, unter diesem Motto haben die beiden Ketscher Doris Steinbeißer und Dieter Rey im Seniorencafé des Siegwald-Kehder-Hauses einen unterhaltsamen Nachmittag gestaltet. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister Pascal Seidel.
Es ging rund um die Kurpälzer Sprooch, was sie bedeutet, wie man sie erkennt und welche Unterschiede es von Ort zu Ort gibt. Die ehemalige SWR-Redakteurin und der Vorstand vom Heimat- und Kulturkreis Ketsch erläuterten Sprachgrenzen, wie etwa die Appel-Apfel-Linie, dass sich das Kurpfälzische durch einen Singsang auszeichnet, und dass der Dialekt eigentlich keinen Genitiv oder Relativsätze kenne. So würde es nicht heißen: „Der Lehrer, der …“, sondern eigentlich immer nur „Der Lehrer, wu…“. Ottos Sofa wird im Kurpfälzischen zu „Dem Otto sein Sofa“. Dialekt sei ein Kulturgut und bedeute emotionale Identität und soziale Zugehörigkeit. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich aktiv mit ihrem eigenen Sprachwortschatz beteiligen, und sie hatten offenkundig Spaß dabei. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Cafés sorgten währenddessen für Kaffee und Kuchen.
Der Mundartnachmittag war eine gemeinsame Veranstaltung des Seniorenbüros und der VHS Bezirk Schwetzingen.