Das dritte Jugendhearing
Die Gemeindeverwaltung informiert
Es war ein bisschen zwischen Hoffen und Bangen. Am Montag, 26. Oktober 2026, begann um 15 Uhr das dritte Jugendhearing. Doch die, um die es eigentlich gehen sollte, ließen sich nur spärlich blicken. Bürgermeister Pascal Seidel begrüßte schließlich die knapp 20 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Ihm sei wichtig, dass die Jugend im Ort gehört werde, deswegen gebe es das Jugendhearing. Der Jugendreferent Sebastian Längerer wartete mit Zahlen auf. An der digitalen Umfrage, die einige Wochen vor dem Hearing lief, hatten 81 Jugendliche teilgenommen, hier konnten die Teilnehmer*innen bereits Ideen und Wünsche äußern. Postalisch angeschrieben, um auf das Event aufmerksam zu machen, wurden über 1300 Jugendliche. Er freute sich zu berichten, dass der Jugendplatz, auch wenn er noch nicht fertig sei, tatsächlich genutzt werde. Das habe die Umfrage u.a. ergeben.
Nach den ersten beiden Jugendhearings 2023 und 2024 hatte sich die JuBetO gegründet, die Jugendbeteiligung Oftersheim. Sophia Schad und Liam De Haan sind von Beginn dabei, auch sie begrüßten die jungen Gäste. Sophia Schad, die auch Gemeinderätin ist, erläuterte, was in den vergangenen drei Jahren alles passiert ist. So sei auf der ehemaligen Rollschuhbahn ein Jugendplatz entstanden mit Basketballkörben, einer Teqplatte und einer Himmelsliege. Ein Unterstand mit Sitzgelegenheiten soll noch kommen. Auch das Jugendatelier (Probencontainer am JUZ) wurde eingerichtet.
Mit Unterstützung von Andreas Lindemann vom Kreisjugendring konnten die Jugendlichen dann einen Code scannen und nochmal wichtige Themen schlaglichtartig nennen, die ihnen wichtig waren, dazu gehörten u.a. die Verschönerung des Lessingplatzes, eine Skaterbahn, ein Zeltlager und ein moderner Weihnachtsmarkt.
Im Anschluss war Gruppenarbeit angesagt, es bildeten sich drei Gruppierungen, eine zu Freizeit/Sport, eine zu Musik und eine zu einer Skaterbahn. Und tatsächlich waren die Jugendlichen sehr engagiert, so dass in Kürze einige Vorschläge an den Pinnwänden zu finden waren: Von einem Oftersheimer Herbst über mehr Graffitiprojekte bis hin Gaming Wettkämpfen war die Bandbreite. Diese Vorschläge wurden dann, nachdem sich alle mit Hotdogs gestärkt hatten, öffentlich vorgestellt. Unter den Zuhörer*innen war nicht nur Bürgermeister Seidel, sondern auch einige Gemeinderäte. Sie alle haben offene Ohren für diese Ideen. Aber letztlich werden mutmaßlich nicht alle erfüllt werden können. Trotzdem, so wünscht sich der Rathauschef, sollten die Jugendlichen nicht aufgeben und sich immer wieder für ihre Bedürfnisse einsetzen.





